Dietmar W. Winkler ThPQ 170 (2022), 364–373
 
Reflexionen zur Synodalität in den Ostkirchen im Kontext des synodalen Prozesses
 

Das Christentum verfügt über ein reiches Erbe an Synodalität, das sich vor allem im ersten Jahrtausend entwickelt hat. In den Ostkirchen bis heute praktiziert, ist es in der Westkirche im späten 19. Jahrhundert in Vergessenheit geraten, jedoch vom II. Vatikanum wiederbelebt worden. Anhand von unterschiedlichen Beispielen aus der Geschichte sowie aus der gegenwärtigen Praxis der Ostkirche macht der Autor eindrucksvoll deutlich, dass Synodalität und Primat oder Synodalität und Hierarchie sich nicht ausschließen. Dabei deckt er ein freilich überraschendes Potenzial auf, das von der Westkirche wieder aufgegriffen und weiterentwickelt werden kann, ohne sich von den eigenen Traditionen gänzlich verabschieden zu müssen. (Redaktion)