Roman A. Siebenrock ThPQ 170 (2022), 339–346
 
Synodalität und Episkopalität der Kirche als kulturelles Gedächtnis des Evangeliums Jesu Christi
Eine Orientierung zur Weitergabe des Evangeliums angesichts der möglichen säkularen Apokalypse
 

Der Innsbrucker Fundamentaltheologe Roman Siebenrock entfaltet in seinem Beitrag die Relevanz der Synodalität der Kirche auf Basis ihrer ureigensten Sendung: Gottes unwiderrufliche Gegenwart in seinem Volk und in Jesus Christus zu bezeugen. Wenn dieses „Mit-uns-Sein“ Jesu als die Selbstmitteilung Gottes an die Welt Kern des christlichen Glaubens ist, dann folgt daraus für die Kirche, die „Gestalt des Gesprächs“ mit der Welt anzunehmen. Synodalität ist dann weniger ein Entscheidungsinstrument, sondern der Kommunikationsvollzug von Kirche, den sie freilich selbst immer erst leben muss. Gerade weil nach Ansicht des Autors Kirche heute wirklich Weltkirche geworden ist und weil die konstantinische Epoche der abendländischen Kirche definitiv zu Ende geht, ist allein eine synodale Kirche die zukunftseröffnende Chance der katholischen Kirche. (Redaktion)