Franz Gruber ThPQ 169 (2021), 263–273
 
Ist die Sars-Covid-19-Pandemie eine religionsrelevante Krise?
Eine Analyse aus systematisch-theologischer Perspektive
 

Welche Folgen hat Corona für Religion und Kirche? Mit dieser Frage werden soziologische und theologische Aspekte gleichermaßen aufgerufen: die Frage nach der gesellschaftlichen Funktion von Religion einerseits, die Frage nach der existenziellen Bedeutung des Leides im Licht des Glaubens andererseits. Der Autor, Professor für Dogmatik an der Kath. Privat-Universität Linz, versucht deshalb aus dem zweifachen Blickwinkel – der beobachtenden Perspektive der Religionssoziologie und der teilnehmenden Perspektive der Theologie – Bewertungskritierien für die Gesundheitskrise freizulegen. Aus diesem Befund zieht der Autor den Schluss, eine neue Funktionsbestimmung von Religion durch Kirche und Gesellschaft in einer postsäkularen Epoche noch konsequenter als bisher vorzunehmen.
(Redaktion)