Christoph Lehmann ThPQ 168 (2020), 384–392
 
Religionsunterricht im öffentlichen Disput.
Der Fall Pro Reli in Berlin
 

Als im Jahr 2006 im Bundesland Berlin Ethik für alle Schülerinnen und Schüler als verpflichtendes Unterrichtsfach eingeführt wurde, versuchte eine Bürgerinitiative mit einem Volksbegehren nicht nur die Wahlfreiheit zwischen dem Ethikunterricht und dem der Berliner Sondersituation geschuldeten Status des Religionsunterrichts als nicht ordentliches Lehrfach zu erwirken, sondern auch einen gesellschaftlichen Diskurs über den Mehrwert des konfessionellen Unterrichts in einem demokratischen Staat zu erreichen. Als einer der Initiatoren beschreibt unser Autor aus der Binnenperspektive sehr anschaulich die Gründe, die Vorgehensweise und das Ergebnis der Initiative einschließlich einiger Folgewirkungen.
(Redaktion)