Benedikt Kranemann ThPQ 167 (2019), 388–395
 
Allerheiligen – Entstehung und Bedeutungswandel eines Hochfestes
 

Das Fest Allerheiligen steht heute ganz im Schatten des Totengedenkens von Allerseelen. Das war nicht immer so, wie der Erfurter Liturgiewissenschaftler anhand der frühen Quellen zur Entstehung des Festes zeigt. Anfänglich war Allerheiligen mit Ostern und damit mit Auferstehung und Vollendung verbunden. Mit der Sorge um das eigene Seelenheil und das der Toten trat später, besonders im Barock, das inszenierte Totengedenken in den Vordergrund. Durch die Texte der jüngsten Liturgiereform und deren Grundgedanken sollte, wie der Autor abschließend darlegt, an die alte Tradition angeknüpft und eine Wende eingeleitet werden.
(Redaktion)