Volker Leppin ThPQ 167 (2019), 370–377
 
Franz von Assisi – Heiligkeit zwischen Christusrepräsentation und Martyriumssehnsucht
 

Franz von Assisi gilt für die meisten Menschen heute als der Heilige schlechthin. Keiner habe so sehr das christliche Heiligkeitsideal im Sinne der Christusverähnlichung gelebt wie er. Unser Autor zeigt jedoch, dass diese Sichtweise die Interpretation der Nachwelt ist und weniger Franz’ eigenen Lebensentwurf spiegelt. Für ihn steht die Demut und nicht die Passion und damit das Martyrium im Vordergrund. Seine Mitbrüder hingegen sehen in ihm den zweiten Christus. Das hat interessante Konsequenzen für die Frage nach der „Echtheit“ der Stigmata und wirft zugleich ein neues Licht auf Franz als Heiligen.
(Redaktion)

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