Ines Weber ThPQ 167 (2019), 176–185
 
Erziehung zum guten christlichen Leben
Hölle und Fegefeuer in Mittelalter und Neuzeit
 

Hölle und Fegefeuer rufen bei den meisten Menschen unweigerlich Bilder der Angst und des Schreckens hervor. Sie sind oftmals mit der Annahme von einem Richtergott, der keine Sünde ungestraft lässt, verbunden. Dass solche Vorstellungen in der Christentumsgeschichte erst im späten 19. Jahrhundert Raum griffen, zeigt unsere Autorin. Sie legt dar, dass in Mittelalter und Neuzeit Hölle und Fegefeuer als pädagogische Mahnfinger dienten, um die/den einzelne/n Christen/in im Diesseits zu einem guten christlichen Leben anzuleiten. Speziell die Rede vom Fegefeuer sollte Trost und Hoffnung spenden, als für die/den Sünder/in im endzeitlichen Gericht nicht alles verloren sei.
(Redaktion)