Boris Traue ThPQ 167 (2019), 4–12
 
Gemeindliche, reparative und eskalative Sorge
Über individualisierende und kollektive Begleitung in der Beratungsgesellschaft
 

Der Autor, Soziologe an der TU Berlin, nähert sich der gesuchten Verhältnisbestimmung von Seelsorge und Psychotherapie mittels eines Verständnisses des Sorgens, das für die Ausbildung individueller wie kollektiver Identität maßgeblich ist. Als Handlungsform kann das Sorgen, soziologisch betrachtet, in drei Formen institutionalisiert auftreten und dabei unterschiedliche Funktionen erfüllen. In ausdifferenzierten Gesellschaften und den in ihnen sich zu bewährenden Individuen werden diese Funktionen verschieden nachgefragt. Alle drei Formen des Sorgens sind mit dem Anspruch konfrontiert, die Balance von Selbst und Gesellschaft auszutarieren.
(Redaktion)