Sabine Arend ThPQ 166 (2018), 394–407
 
Artefakte erzählen Geschichte (?)
Religiöse Praxen im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück
 

Die Errichtung von Konzentrationslagern war eine der grausamen Maßnahmen, mit denen die nationalsozialistischen Gewaltherrscher unliebsame Gegner und Volksgruppen verfolgten. Was damals geschah, wurde einesteils durch die Erzählungen Überlebender bezeugt, andernteils sind es die zufällig erhaltenen und gesammelten Utensilien der Häftlinge, die als bleibende Zeugen die Erinnerung wachhalten können. Die Autorin des folgenden Beitrags zeigt anhand von religiösen Artefakten, mit welchem Mut Frauen des KZ von Ravensbrück dem Verbot der Religionsausübung trotzten und sich die dafür nötigen Utensilien zu beschaffen wussten.
(Redaktion)