Josef Pichler ThPQ 166 (2018), 132–140
 
"Hegemoniale Männlichkeiten" als Analysekategorie für biblische Texte
 

Hegemoniale Männlichkeit begegnet auch in biblischen Texten als Abgrenzungs- und Herrschaftsprinzip gegenüber Frauen und Männern. Eph 5,21–  33 setzt den Kaiser als Haupt des römischen Weltreichs und den pater familias als Herrscher über den Leib seiner Frau parallel, entwickelt mit dem Liebesgebot aber auch eine Gegenwelt zu männlicher Dominanz. Mk 10,35  –  45 zeigt, wie sehr selbst der engste Jüngerkreis Jesu am Konzept hegemonialer Männlichkeit orientiert handelt. Dem setzt Jesus die Forderung nach Dominanzverzicht entgegen.
(Redaktion)