Alois Halbmayr ThPQ 166 (2018), 14–22
 
Geld – ein Gott der Gegenwart?
Theologische Anmerkungen zu einer Allmacht der späten Moderne
 

Dass der provokante Titel des Beitrags keineswegs übertrieben ist, wird schon nach kurzer Lektüre klar. Der Autor zeigt nämlich in einer erhellenden Übersicht jene Eigenschaften des Geldes auf, welche es in die Nähe eines Gottes rücken. Vor allem ist es seine Potenz, immer und überall wirkungsvoll Selbstwert, Handlungsfreiheit und Glück zu ermöglichen. Angesichts dieser Allmacht des Geldes stellt der Autor die Frage, inwiefern theologisch diese Verdrängung Gottes relativiert werden muss und in welchem Sinne eine ‚Götzenkritik‘ angebracht ist.
(Redaktion)