Martina Bär ThPQ 165 (2017), 256–265
 
Gottebenbildlichkeit und Geschlechtergerechtigkeit
aus freiheitstheoretischer Perspektive
 

Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ von 1948, welche jedem Menschen Freiheit und Gleichheit an Rechten und Würde zusagte, hat auch die Gleichbehandlung der Frau zur Folge. Zwar hat die Katholische Kirche im 2. Vatikanischen Konzil die gleiche Würde von Mann und Frau grundsätzlich betont, eine rechtliche Gleichbehandlung ist im katholischen Kirchenrecht jedoch noch nicht festgeschrieben. Die Verfasserin, die sich mit diesem Thema in ihrer Forschungsarbeit einschlägig auseinandergesetzt hat, plädiert in ihrem Beitrag dafür, dass nicht nur in freiheitsphilosophischer Hinsicht, sondern letztlich aufgrund der schöpfungstheologischen Gleichheit von Mann und Frau als Ebenbild Gottes ein Umdenken ansteht.
(Redaktion)